Nachhaltigkeit und Minimalismus | Teil 1



Nachhaltigkeit. Ein Thema, das in der heutigen Zeit unumgänglich ist. Und das mich im Beruflichen auch schon sehr lange beschäftigt und immer wieder zu einem inneren Konflikt führt.

Lange habe ich meine Gedanken dazu nicht geteilt, da ich es irgendwie scheinheilig fand

als Künstlerin über dieses Thema zu sprechen, inspiriert durch Hannah Elsche, die gerade über das Thema schreibt, hier meine Gedanken dazu.


Das große Ganze sehen


Wie viele kleine Schritte (dazu gleich mehr) nicht zu unterschätzen sind und Großes bewirken können, finde ich es aber genau so wichtig das große Ganze zu sehen.

Meine Intention ist es mit dem Malen mehr Bewusstsein zu schaffen. Was mein ich damit?

Hier einige Beispiele, die ich auch an mir festgestellt habe: Mein Konsumverhalten hat sich durch das Malen, das Reflektieren meiner Selbst, verändert. Es gibt keine schnellen unüberlegten Einkäufe mehr, mit denen ich ungestillte Bedürfnisse befriedige. Auch allgemein verlagert sich der Fokus von Außen, weg vom Materiellen nach Innen. Verbunden mit sich und seinen Bedürfnissen stellt sich Zufriedenheit und innerer Frieden ein, Mitgefühl für sich und seine Mitmenschen. Soviel Mehrwert, da finde ich es ok über womöglich verschwendete Materialien oder dergleichen hinwegzusehen.

(Über den Mehrwert vom intuitiven und kunsttherapeuischen Malen erfährst du in den Vorgestellt-Interviews mehr)


Trotzdem auch ein paar konkrete Beispiele:


Malerei:

- Ich habe einen Schwung Holzrahmen vom Schreiner anfertigen lassen und bespanne die Rahmen mit den bemalten Leinwänden. Leinwand bestelle ich als Rollenware, somit vermeide ich ein bisschen Plastikmüll (der einzeln verpackten Leinwände)

- Ich halte Ausschau nach alten Leinwänden auf Flohmärkte

- Farbreste in Gläser aufbewahren und beim nächsten Mal verwenden


Nächste Schritte:

- Meine Acrylfarben neigen sich dem Ende, danach will ich auf Gouache umsteigen


Einzelsettings/Workshops:

- Malen auf Paketpapier

- Hochwertige Kreide, Materialien

- Collagenarbeit mit alten Zeitschriften


Nächste Schritte:

- komplett auf Umweltpapier umsteigen (mal schauen, wie es angenommen wird)


Allgemein Business:

- Suchmaschine Ecosia

- Bewusstes Posten und Konsumieren von Social Media („Auspuff Internet“/Serverfarm)

- Von uninteressanten Newslettern abmelden - sehr entspannend wieder weniger im Postfach zu haben, wovon eh die Hälfte ungelesen im Papiereimer verschwindet


Nächste Schritte:

- umweltfreundliche Druckerei für Flyers


Was ich im Privaten mache:

- Ich verwende Ringana-Frischeprodukte

- Ich verwende eine Bambus-Zahnbürste von Hydrophil

- Ich kaufe saisonal mit Rucksack und Stoffbeutel am Markt ein

- Ich kaufe Körner und Co. im Füllgut ein #unverpacktladen

- Ich gehe mit einem Stoffbeutel zum Bäcker

- Ich tausche Kleidung mit Freundinnen

- Ich verwende waschbare Abschminkpads

- Ich kaufe losen Tee, der in von mir mitgebrachten Gläser gefüllt wird


Wahrscheinlich noch so viel mehr, was mir schon gar nicht mehr auffällt :)


Nächste Schritte:

- Mandelmilch selber machen

- Klamotten umnähen - Nähmaschine dafür steht schon bereit

- Menstasse ausprobieren


Eine Person, mit der ich mich bereits über das Thema ausgetauscht habe, ist Christine Schmid,

die mich immer wieder aufs Neue inspiriert.


Bei all dem dürfen wir aber auch nicht vergessen, dass wir auch einfach noch leben und uns nicht ständig verurteilen und schlecht fühlen!

Schließlich steckt in den Wörtern earth und heart das Wort art - und was wäre die Welt ohne Farbe? ;)


Trotzdem bin ich über jeden Tipp über Naturfarben etc. dankbar und freue mich von euch zu hören!