Nachhaltigkeit und Minimalismus | Teil 2


Hab ich gerade gefunden. Gepostet 2018


Heute ist Earth Overshoot Day.

Die Menschheit hat bereits jetzt alle Ressourcen verbraucht, die die Erde dieses Jahr zur Verfügung stellen kann.


Ist es nicht scheinheilig als Künstlerin darauf aufmerksam zu machen?

Eine Frage, die mich schon lange beschäftigt und warum ich deshalb auch nicht schon früher etwas zu dem Thema Kunst und Nachhaltigkeit geschrieben habe.

Um die Frage zu beantworten, möchte ich damit anfangen, was meine Intention mit dem Intuitiven Malen und der Kunsttherapie ist. Meine Intention ist es, Menschen durch das Malen wieder mehr zu sich zu führen, nach innen zu fühlen, ihre wahren Bedürfnisse und Sehnsüchte zu erkennen. Meine Erfahrung ist es, dass allzu oft noch im Außen nach Lösungen gesucht wird, Bedürfnisse durch unüberlegtes Konsumieren kurzfristig gestillt werden. Je mehr wir uns selbst bewusst werden, desto mehr werden wir auch unserer Umwelt bewusst. #bewusstseinschaffen #vielekleineschritte


Ja ok. Aber was mach ich jetzt gezielt?

Material: Hier gibt es große Qualitätsunterschiede. Wo und wie wird produziert? Welche Inhaltsstoffe? Welche Verpackung?

Ich zum Beispiel kaufe Leinwände nicht einzeln in Plastik verpackt, sondern in Meterware und bespanne die bemalte Leinwand auf vom Schreiner angefertigten Rahmen. #wenigerplastik

Auch kaufe ich Leinwände oft auf Flohmärkten und übermale diese. Alte Wandfarbreste bieten sich gut zum Grundieren einer Leinwand an.


Malerei: Ich „produziere“ nicht, sondern male. (Ein Satz über den sich wohl streiten lässt ;)).

Mal mehr, mal weniger. Was bringt es mir, wenn meine Bilder nur bei mir rumstehen? Auch spielt hier die Preisgestaltung eine Rolle, die sich natürlich aus den genannten Punkten (Qualität) ergibt, aber auch auf einen bewussten Kauf abzielt. Nicht mal schnell ein Bild kaufen und nach einem Jahr durch ein Neues ersetzen. #bewussterkonsum #bewusstekaufentscheidung


Kunsttherapie: Malen auf recyceltem Papier und alten Kartonagen, Gestalten mit Naturmaterialen wie Ton und Stein, Collagenarbeit mit alten Zeitschriften (einfach zum Beispiel in Cafés fragen).


Was sonst noch: Farbreste in Gläsern aufheben, Flyer und Visitenkarten bei einer Umweltdruckerei drucken lassen, gemäßigter/bewusster Social Media-Umgang (Stichwort: Serverfarm, Stromverbrauch,..)


Mein Wunschziel: Mit Naturfarben arbeiten. Hat hier jemand Tipps? Oder wie kann ich eigene Farben herstellen?


Der Umwelt zu Liebe. Ein kleiner Beitrag meinerseits.