Vorgestellt: Sophie Stiller von ART with Heart


Magst Du Dich in ein paar Sätzen vorstellen? Wer bist Du? Woher kommst Du? Und was machst Du?


Ich bin eine Suchende.


Mein Name ist Sophie, ich bin 25 Jahre jung und lebe nach einer nomadischen Phase des ständigen Ortswechsels in Berlin – und bin sehr dankbar nun in meinem neuen Zuhause ein bisschen zur Ruhe kommen zu dürfen.




Meine Heimat ist das malerische Murnau am Staffelsee, unweit von München. Ich liebe es so sehr, in einem Städtchen aufgewachsen zu sein, in dem vor ein paar Jahrzehnten namenhafte Künstler ihre Staffeleien aufgestellt und mit leuchtenden Farben ihren Empfindungen und Wahrnehmungen Ausdruck verliehen haben, weil sie sich von diesem Ort so sehr inspiriert fühlten.


Zur Zeit arbeite ich an verschiedenen Projekten. Neben meiner Beschäftigung im Montessori Kindergarten widme ich mich meiner Leidenschaft - der Kunst. Ich illustriere meine persönlichen Lebensweisheiten und zeichne alles, was mich in meinen Bann zieht. Aktuell sind das weibliche Frauenfiguren. Darunter liebe ich vor allem die Musen und alles, was mit Müßiggang zu tun hat. Denn ich bin der Meinung, dass das „süße Nichtstun“ in unserer heutigen Welt oft viel zu kurz kommt.


Wann & wie bist Du mit der Kunst zum ersten Mal in Berührung gekommen?


Die Kunst hatte für mich schon von Kindheitsbeinen an einen großen Stellenwert in meinem Leben. Seit dem Kindergarten liebe ich es zu malen und mich mit Kunst zu umgeben. Allerdings wurde mir im Laufe der Schulzeit die Freude und der Glaube an meine eigene Kreativität genommen. Wiederentdeckt habe ich sie erst vor ein paar Jahren: im „Malort“ von Arno Stern.

Dort habe ich zum allerersten Mal in meinem Leben verstanden, dass man mit Farben auch nur „spielen“ kann statt ein Kunstwerk erschaffen zu müssen, was ästhetisch sein soll und auch noch dem Anspruch einer höheren Bedeutung gerecht werden muss.


Durch dieses spielerische, rein intuitive Malen habe ich zum ersten Mal einen Weg gefunden, dem, was mich im tiefsten Inneren bewegt, Ausdruck zu verleihen.

Was hat sich dadurch in Deinem Leben verändert?


Ich habe ein Jahr lang im „Malort“ Bilder aus dem tiefste Inneren meiner Seele gemalt.

Das hat mich sehr erfüllt und mich von meinen künstlerischen Hemmungen befreit. Gleichzeitig besuchte ich Workshops zum Intuitiven Malen und habe inspiriert von diesen, bald auch gemeinsam mit einer Freundin eigene Kurse in München gegeben.Dann gab es eine längere Pause, in der ich mich selbst in verschiedenen Bereichen ausprobieren wollte. Und neuerdings hat mich wieder die Lust gepackt, in Berlin einen Ort zu erschaffen, in dem man sich eine Auszeit von all dem Großstadtlärm und dem Alltagsstress nehmen kann, sein Smartphone auf den „Offline Modus“ schaltet. Und dadurch wieder mehr Zeit zum Sein hat – und natürlich auch zum Malen und Kreativ Sein.



Was konntest Du über Dich selbst lernen? Ich habe entdeckt, dass es beim Malen wie auch im echten Leben darum geht, sich dem Prozess anzuvertrauen. Schritt für Schritt und Pinselstrich für Pinselstrich.

Dass es sich lohnt, Neues zu wagen und mutig voran zu schreiten.


Was bedeutet für Dich Kreativität? Wie wichtig ist sie in Deinem Leben?

Was ist die größte Herausforderung bzw. deine größte Blockade? Kreativität ist für mich Nahrung für meine Seele, für mein Herz.

Immer, wenn ich kreativ bin, fühle ich mich richtig lebendig und habe das Gefühl, ein Teil von mir fließt in etwas Größeres, etwas, was mich mit allem verbindet.

Und vor allem geht es mir darum, mein Innerstes, das, wofür ich brenne und was mich bewegt, mit der Welt teilen zu können.

Die größte Herausforderung bei der Kreativität ist, dass sie meist so launisch ist wie das Aprilwetter: sie kommt und geht, wann sie will. Es gibt Phasen in meinem Leben, da packt sie mich und ich muss sofort zum Schreibtisch eilen, um festzuhalten, was gerade in mir vorgeht. Und es sprudelt nur so von Ideen und Lust am künstlerischen Schaffen. Und dann gibt es wieder Phasen, in denen rein gar nichts passiert. Einfach nullkommanull Inspiration. Diese Phasen gilt es, gut durchzustehen und darauf zu vertrauen, dass die Kreativität wieder an meiner Tür klopfen wird, wenn es an der Zeit ist.



Mit welchen Materialien arbeitest Du? Aktuell zeichne ich mit einem schlichten schwarzen Stift. Die Bilder, die dabei entstehen, sind oftmals nur mit einer oder sehr wenigen Linien aufs Papier gebracht. Dabei gefällt mir vor allem die Einfachheit und das Klare, Minimalistische der Bilder. Dadurch, dass ich mich bei dem Zeichnen der Linie sehr konzentrieren muss, übe ich mich zudem in Achtsamkeit und kann mich mehr für den Moment, für das, was gerade ist, öffnen. Was rätst Du jemanden, der darüber nachdenkt, sich zukünftig wieder mehr mit der eigenen Kreativität zu verbinden? Wie kann das gelingen?


Folge deiner Neugier und dem, was dich begeistert. Einfach so – aus Jux und Laune heraus, weil du daran Gefallen findest.

Wenn du etwas gefunden hast, was dich in deinen Bann zieht, dann bleibe entschlossen & stur bei der Sache. Lass dich nicht davon abbringen.

Und falls du Momente des Zweifels erlebst: nimm deine Angst an die Hand und platziere sie neben dir auf dem Beifahrersitz – aber lass sie niemals das Steuer in die Hand nehmen.


Wer sind Deine Vorbilder? Und Lieblingskünstler*innen? Andrea Lindau, Elizabeth Gilbert, Frida Kahlo, Meera Lee Patel


Wo soll es für Dich hingehen?


Aktuell bin ich in einem Findungsprozess und einer Phase der Neuorientierung. Wer Interesse an meinen Illustrationen hat, kann mir gerne eine Nachricht auf Instagram schreiben. Außerdem verkaufe ich meine Bilder wieder auf dem green market am 16. & 17. Mai in Berlin.

Was die Vision eines Ortes für eine kreative Auszeit betrifft, werdet ihr bald mehr hören. Außerdem steht bei mir auf dem Plan, intuitives Malen mit Yoga zu verbinden und das Thema Weiblichkeit in kommende Workshops einfließen zu lassen.



Wo findet man Dich?


Instagram: @art_with.heart

Facebook: @artwithsophie

Webseite: www.art-with-heart.de

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